Der Netzpython, lateinisch python reticulatus wurde erstmals von Schneider 1801 beschrieben. Er lebt im feuchtwarmen Dschungel Südostasiens. Er kommt hoffentlich noch recht häufig vor und scheut den Menschen nicht. Oft wird er in der Nähe von Dörfern und Siedlungen angetroffen, selbst in der Metropole Bangkok wurde er gesehen. Das Verbreitungsgebiet kann der folgenden Abbildung entnommen werden:

VerbreitungsgebietUrwald

Der Netzpython wird erst in der Dämmerung aktiv und kriecht dann stundenlang umher. Er sucht das Wasser ebenso auf wie er auf Bäumen klettert. Kleinere Exemplare sind besonders

häufig ruhend in Bäumen anzutreffen. Das Beutespektrum ist reichhaltig. Er ist nicht besonders wählerisch und frißt fast alles was bewältigt werden kann. Säugetiere von der Ratte bis zur Größe kleinerer Schweine stehen auf dem Speiseplan. Aufgrund der außerordentlichen Kraft einer großen Netzpython gilt immer großer Respekt gegenüber dieser Schlange zu bewahren. Auch ist der Netzpython in der Lage nicht nur sehr weit vorzuschnellen, auch ist er in der Lage weit über einen Meter hochzuschnellen.

Porträt eines jungen Netzpython

Zur Beuteerkennung besitzt der Netzpython wie ander Python- und auch Klapperschlangenarten Wärmerezeptoren. Diese tiefen Gruben liegen zwischen Nase und Auge und liefern der Schlange so ein Infrarotbild der Umgebung. Bei den Klapperschlangen wurde nachgewiesen, daß ein Temperaturunterschied von 0,003°C wahrgenommen werden kann.

Das Beutespektrum ist reichhaltig. Er ist nicht besonders wählerisch und frißt fast alles was bewältigt werden kann: Säugetiere von der Ratte bis zur Größe kleiner Schweine stehen auf dem Speiseplan. Aufgrund der außerordentlichen Kraft einer großen Netzpython gilt immer großer Respekt gegenüber dieser Schlange. Auch ist der Netzpython in der Lage nicht nur sehr weit vorzuschnellen, auch ist er in der Lage weit über einen Meter hochzuschnellen.

Über die maximale
Größe des Netzpython läßt sich streiten. Die durchschnittliche Länge beträgt ca. 5-8 m. Eine in Thailand 1979 gefangene Netzpython soll 12,20 m lang und 220 kg schwer gewesen sein und hat damit den Längenrekord der Anakonda eingestellt [1]. Am Orinoko wurde 1944 eine 11,44 m lange Große Anakonda erlegt und galt lange als längste Schlange überhaupt. Das Gewicht wurde auf 450 kg geschätzt [2]. Über die Richtigkeit dieser Angaben läßt sich freilich streiten. Ob es jedoch heute noch derartige Riesen gibt ist fraglich. Die New York Zoological Society hat eine Prämie von 50.000 $ für denjenigen ausgesetzt, der eine 30ft (9,14 m) lange lebende Schlange vorweisen kann. Meines Wissens nach wurde der Betrag bis heute nicht ausgezahlt.
Aktuell: Derzeit wird berichtet, daß ein 14 m langer Netzpython gefangen wurde. Leider habe ich trotz intensiver Recherche nur einen kleinen Artikel im Stern gefunden... vielleciht kennt jemand genauere Informationen..?

Vom Verhalten her ist der Netzpython ein Individualist. Einige sind recht friedlich, einige beißen praktisch alles was sich bewegt. Da die Schlange recht groß wird hat sie auch enorme Kräfte, welche man nicht unterschätzen sollte. Wie bei anderen Riesenschlangen auch, so rechnet man bei großen Exemplaren 1 ausgewachsenen Mann pro Meter Schlange um sie bewältigen zu können. Zwar gibt es eine Vielzahl an Ammenmärchen, welche über Angriffe von Riesenschlangen berichten, doch ein Fall ist dokumentiert worden. Die Berliner Zeitung hat in einer ihrer Ausgaben einen Fall beschrieben, wo eine Person gefressen wurde. Solche Fälle sind aber wahrscheinlich die große Ausnahme und sollen die Schlangen nicht als schreckliche Monster darstellen. Aus verschiedenen Literaturstellen wird ersichtlich, daß viele Unfälle deshalb geschehen sind, weil die Schlange geärgert wurde.

Vermehrung: Im Dezember findet die Paarung des Netzpython statt. Nach einer Trächtigkeitsdauer von ca. 81 Tagen werden im April ca. 18-49 Eier gelegt, welche jeweils ca. 250 g wiegen. Der Netzpython umschlingt anschließend die Eier und bewacht sie. In wieweit die Eier bebrütet werden ist noch nicht ganz sicher. Bei dem Felsenpython und Königspython wird das gleiche Verhalten beobachtet. Eine echte Temperaturerhöhung wurde beim Tigerpython, Buntpython, Amethystpython und beim Grünen Baumpython nachgewiesen. Nach einer Brutdauer von 55-94 Tagen schlüpfen die 75-79 cm langen und 160-170 g schweren Jungtiere.

Brütender Netzpython
Brütender Netzpython [3]
[1] Dieter Schmidt, Schlangen, 1990, S. 93
[2] Hans-Günter Pezold, Die Anakondas, 1982, S. 28ff
[3] Dieter Schmidt, Schlangen, 1990, S. 69