Das Terrarium des Netzpythons sollte wegen der Größe des Tieres dementsprechend groß sein. Wie bei anderen Terrarientieren auch kann das Terrarium nie groß genug sein. Kräftige Kletteräste sollten nicht fehlen. Abends beobachte ich meine Tiere oft beim klettern, oder sie liegen in den Ästen.
Ein Wasserbecken sollte selbstverständlich nicht fehlen, doch liegen meine Tiere nur sehr selten im Wasserbecken. Als Trinkgefäß und zum baden vor der Häutung ist es natürlich unentbehrlich.
Die Luftfeuchtigkeit wird mit feuchtem Pinienmulch hoch gehalten, doch entspricht die Luftfeuchtigkeit wohl nicht der eines Regenwaldes. Da es sich bei meinen Tieren um Nachzuchten handelt gehe ich davon aus, daß sie es mir nicht übel nehmen werden.
Die Temperatur halte ich am Tage zwischen 25 und 32°C. In der Nacht liegt die Temperatur um ca. 3-5°C niedriger.

Bis 2003 waren meine Tiere bei mir zu Hause untergebracht. Hier ein Bild aus "früheren Tagen". Leider kann man die Dimensionen des Terrariums nicht sehen, es war aber für meine Tiere viel zu klein geworden.

Aus Platzmangel sind meine Tiere derzeit im Zoo Osnabrück untergebracht. Im Februar 2004 wurden folgende Fotos geschossen - man sieht, daß es ihnen dort gut geht. Weitere Fotos werden demnächst hinzugefügt.

Als Nahrung habe ich den Tieren neben Ratten und kleinen Kaninchen auch kleine Ferkel angeboten. Wie schon in der Rubrik Lebensweise beschrieben ist der Netzpython nicht gerade wählerisch. Auch die Menge des Futters ist nicht zu knapp zu halten. Auffällig ist die große Freßgier, wenn erst einmal ein Futtertier gefressen wurde. Deshalb lasse ich meine beiden Tiere noch mehrere Stunden getrennt, bevor ich sie wieder ins Terrarium setze. Ansonsten kann es vorkommen, daß sich die Schlangen als potentielles Beutetier erkennen und es zu heftigen Beißereien kommt.

Der Umgang des Netzpythons gestaltet sich nicht anders als bei anderen Riesenschlangen auch. Meine Tiere sind recht ruhig aber sehr neugierig. Außerhalb des Terrariums haben sie nie versucht zu beißen und innerhalb des Terrariums benutze ich zum ersten Kontakt stets Lederhandschuhe. Nach einigen Jahren bin ich mit den Tieren schon sehr vertraut. Doch bei einer Länge von knapp 4 m ist es unverzichtbar den Tieren mit dem nötigen Respekt zu begegnen. Meine Schlangen scheinen im Vergleich zu anderen Tieren der gleichen Art recht ruhig zu sein, doch muß man sich stets vor Augen halten, daß es sich beim Netzpython um ein sehr kräftiges und schnelles Tier mit langen Zähnen handelt!

Zur Zucht habe ich meine Tiere noch nicht gebracht und mir ist auch nicht bekannte welche "Tricks" man dabei anwenden muß. Wie ich schon auf der Seite >Lebensweise< berichte dauert die Paarung wie bei vielen Schlangenarten bis zu mehreren Stunden und findet im Dezember statt. Die nach einer Tragzeit von ca. 81 Tagen abgelegten Eier werden bebrütet. Interessant ist, daß die Inkubationszeit bei Bebrütung durch das Weibchen 55 - 94 Tage dauert, bei künstlicher Inkubation schlüpfen die jungen Schlangen erst nach 92 - 105 Tagen. Bei der Geburt sind die Netzpythons ca. 75-79 cm lang und 160 - 170 g schwer.

Gerne würde ich über dieses Thema mehr schreiben. Netzpythonzüchter mögen sich bitte bei mir melden und mir Informationen zuschicken. Selbstverständlich wird jeder Hinweis auf meiner Seite lobend erwähnt!